Critiques
Karin Meesmann, Flöte aktuell 1. 2008: Review of the CD “Carmen and other surprises for Flute and Guitar”

Carmen und andere Opern des 19.Jahrhunderts als “Oper en Miniature”! Eine reizvolle Idee,
die in den neuen Arrangements durch die amerikanische Gitarristin Laurie Randolph für die
bewährte Besetzung Flöte und Gitarre unverwechselbaren Charme ausstrahlen. Im Gespann mit der
neuseeländischen Flötistin Barbara Hill entwickelt das Duo die ganze emotionale Breite, die
Bizet ins tragische Carmen-Libretto komponierte: vom Banditenleben, Liebe und Eifersucht bis zum
Mord. Fein ausgewogene Farbnuancen von Flöte und Gitarre lassen aufhören.

Hill verblüfft jedoch mindestens so durch ihre blendende Artikulation, als ob sie tausend Zungen
hätte. In klug gewählte Tempi, temperamentvoller Agogik
und gefühlten Übergängen kommunizieren die beiden Kammermusikerinnen wunderbar einfühlsam.
Nicht nur die lyrischen Passagen erzählen das nuancierte Spiel der beiden. Ihre zirzensische Sprühkraft, wie lustvolle Virtuosität beweist einmal mehr, dass große bewegende Gefühle nicht allein bombastisch laut und orchestral daher kommen können.

Sinnfällig ist ein „spanischer Faden“ durch die CD gewoben. Der südamerikanische Ohrwurm “Pedacinho do Ceu” von Waldyr Azevedo bildet ein Pendant zum “Girl of Ipanema”, so könnte es klingen, wenn die Nächte lang und Tage kurz sind.- Als brasilianischer Hummelflug dagegen schwirrt der populäre „Tico-Tico no Fuba“ von Zequinha do Abreu im „Belcanto“unbekümmerter Fröhlichkeit.

Über das Arrangement hinaus ist Laurie Randolph eine phantasiereiche, lyrisch ausdrucksvolle Komponistin. Ihr “Dragon” für Flöte und Gitarre ist von höher affektiver Dichte und lässt märchenhaft assoziieren. Bildet hier eine türkische Melodie den Ausgangspunkt, so ist in dem Gitarrensolo „Palmyra“ der Daburka Trommelrhythmus so formbildend, wie packend. Allen Neugierigen wird es ein Vergnügen sein, „Bamboo Flute and Drum under the Sunset“ von Tan Mizi für Flöte Solo, als chinesische „Syrinx“ gehandelt, zu hören. Den anderen empfehle ich diese CD als Pficht im Sinne der Repertoire-Kenntnis für Flöte.. Wie sagte schon Grillparzer: Erzählte Musik ist wie ein erzähltes Mittagessen, man sollte hören: CARMEN and other surprises.

Sebastián Domínguez, Radio Nacional, Buenos Aires, 2003

Das Werk “Suite del Mar” (Laurie Randolph) ist eine der signifikantesten Kompositionen, die in dieser Saison in unserem Radio ausgestrahlt wurde und somit weitläufig der musikalischen Horizont unserer korntemporären Kunst der Gitarre positiv beeinflusst.

…(Randolph ist eine ) inspirierte und eigene Komponistin… Ihre technischen und künstlerische Qualitäten haben eine sehr gute Akzeptanz bei unseren anspruchsvollen Hörern gefunden.

The “Sea Suite” (by Laurie Randolph) is one of the most significant compositions to have been broadcast on our program this season, greatly enriching the musical horizon of our Contemporary Guitar Arts.. Randolph is an inspired and individualistic composer…her technical and artistic qualities secured her a very good reception by our demanding audience.

“El Diario”, Argentinien, Mittwoch, 16.7.03

(Laurie Randolph) Impressionistin.Wahrscheinlich trifft dieses Wort den Stil der nordamerikanischen Künstlerin, die in uns ihren Kompositionen einem Universum voller suggerierter Bilder nahe bringt. Wie in “Skizze eines Teiches”, einer Suite, bestehend aus einer Reihe schöner Kompositionen, die eine lebhafte Welt in einem Gartenteich einfängt.

Weit entfernt vom Abheben, von überzogenen Anstrengungen und sinnlosem künstlerischen “Snobismus” möchte diese Komponistin die Beziehung zwischen zwei vorrangigen Elementen neu definieren: Der Ton und die Stille. Ihre Musik, in der sie an das Subtile appelliert, klingt warm, nah. Und sehr anregend. Ein Muss zum Hören.

Randolph, das ist klar, macht einen persönlichen, freien Wechsel. Sie interessiert sich nicht für die Gießformen der Industrie, die vorgefertigten Formate.

Impressionist: this is possibly the most appropriate word to describe the style of the North American artist, who transported us into a universe full of lively images. As in “Sketch of a Pond”, a suite of beautiful compositions which capture a world of life stirring in a garden pond. Far from showiness, from the vain grandiloquence of false and unfeeling virtuoso artifice, this composer prefers to redefine the relationship of two primordial elements: sound and silence. Her music, which appeals to the subtle, sounds warm and close. And very stimulating. A “must” to hear. Randolph clearly follows a personal path, free. Of little importance to her are industrialized patterns, preconceived formulas.

Guitar Magazine, London

Laurie´s playing abounds in warmth and grace. ..Remarkable poise allied to a thoughtful musicianship and sure technical command.

Berliner Abendblatt, 2003

Die Kompositionen von Laurie Randolph sind ebenso filigran und virtuos wie fantasievoll und unterhaltsam. Es handelt sich dabei um atmosphärische Landschaftsbetrachtungen und Innenansichten voller Licht und Poesie. In der „Meeres Suite“ läst Randolph in 8 aufeinanderfolgenden Miniaturen das Reich des Meeres mit seinen Sagen und Mythen wieder auferstehen. Impressionistische Eindrücke sammelt sie dagegen in ihrer Sonata „Les Cevennes“, zu deren Komposition sie die südfranzösische Berglandschaft mit ihren Flüssen und Unwettern inspirierte. „Katze in einer Ruine…(Zeit,Zerfall und die Leuchtaugen einer Katze)“ ist der Titel eines eher expressionistisch anmutenden Stückes voller Humor und Skurrilität.

Der Tagesspiegel, Berlin

Laurie Randolphs Fähigkeit zur klaren Phrasierung, zur prägnanten Akzertuierung bleibt bis in die Zugaben hinein bewundernswert.

Agencia EFE, Madrid

Communicating to listeners a world of delicate motivs and unbelievable shadings, she and her guitar are one figure of great sonority and enchantment.

Press-Release…Berlin, 2003

Die Kompositionen von Laurie Randolph sind ebenso filigran und virtuos wie fantasievoll und unterhaltsam. Es handelt sich dabei um atmosphärische Landschaftsbetrachtungen und Innenansichten voller Licht und Poesie. In der „Meeres Suite“ läst Randolph in 8 aufeinanderfolgenden Miniaturen das Reich des Meeres mit seinen Sagen und Mythen wieder auferstehen. Impressionistische Eindrücke sammelt sie dagegen in ihrer Sonata „Les Cevennes“, zu deren Komposition sie die südfranzösische Berglandschaft mit ihren Flüssen und Unwettern inspirierte. „Katze in einer Ruine…(Zeit,Zerfall und die Leuchtaugen einer Katze)“ ist der Titel eines eher expressionistisch anmutenden Stückes voller Humor und Skurrilität.